FASHION // TWIN SET

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KNIT-SWEATER „MINA“ & SKIRT „MUNI“ BY EDITED THE LABEL
WAISTCOAT BY AIGNER (SIMILAR AT C/MEO COLLECTIVE)
FAYE BAG BY CHLOÉ
SHOES BY CHANEL
SUNGLASSES „ZIGGY“ BY LES SPECS

Seit einer gefühlten Ewigkeit sitze ich nun schon vor diesem Text, schreibe sinnlose, journalistisch unbrauchbare Zeilen zu diesem Look.  Lösche sie jedoch immer wieder. Was soll ich sagen, mir geht es gut, ich trage Chloé, Edited the Label, Aigner und Chanel doch ich fühle mich schlecht.  Ich möchte nicht nur aus meinen Kleider, nein ich möchte aus meiner Haut fahren. In welch einer ungerechten Welt leben wir in der es Menschen gibt die die all das aufgeben und zurück lassen müssten was ihnen je etwas bedeutet hat, die ihr Land verlassen ohne zu wissen ob sie je wieder Land sehen werden. Ich kann am Abend aus Sorge nicht einschlafen und wache am Morgen mit so vielen Worten ohne Antwort auf.
Dabei ist es eigentlich egal was ich dabei fühle. Es ist so ziemlich alles andere egal im Moment.

Zwei Dutzend Umzugskartons mit Kleider warten darauf ein wenig Trost zu spenden, doch gebraucht werden überwiegend nur Herren- und Kinderkleidung. Ich verschicke sie trotzdem, teile sie auf mehrere Städte auf. Sie werden überall mehr gebraucht als in meinem dunklen Keller.

Doch ich möchte noch mehr unternehmen! Was tut ihr um zu helfen?

 

3 Comments

  • Liebe Kate, so geht es mir auch oft. Wir haben ein glückliches Leben mit vollen Schränken und einen wundervollen kleinen Sohn. Es bringt mich jedes mal zum weinen wenn ich mir vorstelle die kostbaren ersten und weiteren Wochen seines Lebens auf der Flucht hätte verbringen müssen.
    Wir bringen seit der Schwangerschaft alles was wir nicht benötigen zum Flüchtlingsheim in Berlin Torstraße. Das Leuchten der Kinderaugen über die Kuscheltiere ist magisch.

    Wir hatten auch überlegt Ausflüge für diese Kinder in Berlin zu organisieren. Jedoch brachte die Leiterin des Heims uns auf den Boden der Tatsachen zurück. Die Kinder sind traumatisiert. Sie wollen nicht weg von dieser sicheren Zuflucht. Ihnen eine Freude zu machen, in Form von Ablenkung, ist schwer. Dazu kommt die Sprachbarriere und auch ganz simple Dinge: Der Straßenverkehr! Diese Kinder sind teilweise ohne Autos aufgewachsen.

    Nun gehen wir immer auf die Kinderflohmärkte und mobilisieren die Leute die verkaufen, dass sie die Reste an uns geben und wir sie zum Heim fahren.

    Ich könnte mir vorstellen, dass es für die Erwachsenen aber ebenso wichtig ist abgelenkt zu werden. Kannst Du die Frauen nichtmal zu einer Art multikulti Modenschau einladen und fotografieren?

    Alles Gute
    JO

  • Liebe Kathrin,

    welch ein schöner Beitrag.

    Auch ich denke viel über die aktuelle Situation nach.
    Am meisten ärgern mich die vielen rassistischen Kommentare von so vielen unwissenden Mitmenschen. Das macht mich einfach nur wütend.
    Natürlich stellt die aktuelle Situation alle Länder auf eine harte Probe aber wer flüchtet denn freiwillig aus seiner Heimat? Egal wie arm oder reich das Heimatland ist – Heimat ist nun einmal das Zuhause und wer möchte dieses einfach so mit all seinem Hab und Gut hinter sich lassen? Wie groß muss die Angst sein, alles aufzugeben und eine teilweise lebensgefährliche Überreise auf sich zu nehmen? Ich hatte zwar keine 12 Umzugskartons aber immerhin 5 große Kleidersäcke sind es auch bei mir geworden, die ich vor 6 Wochen zu einer gemeinnützigen Organisation in meinem Wohnort gebracht habe, die sich für Flüchtlinge einsetzen, die hier angekommen sind und nun mit nichts da stehen. Auch wenn es nur ein verschwindend geringer Teil ist, tat es doch gut zu wissen, dass sich vielleicht irgend jemand darüber freut.

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende nach Lüneburg

  • Liebe Kathrin,

    es ist schön, dass du auch mal über so etwas schreibst.
    Jeden Tag werde ich wütend, denn die Menschen die nur hetzen, meckern und diese „aber…“-Sätze von sich geben, sind der Grund für diese Wut!

    Es ist doch klar, dass die Menschen, die ihr Land verlassen mussten, ihre Familie zurücklassen mussten, alles zurücklassen mussten, nicht gerne hier sind, wer verlässt schon gerne seine Heimat ohne irgendetwas mitzunehmen oder gar die Familie zurückzulassen.

    Ich habe auch ausgemistet und Kleider weggeben, aber die Heime sind teilweise überfüllt mit Kleidung und nehmen kaum noch etwas an.
    Ich finde es schön, dass soviele Menschen ihre Sachen spenden und weg geben.
    Aber sollten wir nicht alle auch etwas Liebe spenden?!

    Das ist auch ein Appell an mich selbst.
    Man ist jeden Tag mit sovielen Dingen beschäftigt und immer wenn ich „Nicht-deutsch-sprachige“-junge Männer auf der Straße sehe, die in viel zu großen Klamotten rumlaufen und offensichtlich aus ihrem Land geflüchtet sind um hier bei uns unterschlupf zufinden, dann frage ich mich, was für ein großes Leid sie wohl erfahren mussten?!

    Ich würde so gerne mehr tun, aber man hat ja soviel mit sich selber zu tun..
    Ich glaube damit werde ich nach meinen Semesterferien, wenn ich zurück zu Hause bin anfangen, auch wenn es schwer ist.
    Wir haben bei uns in Wismar ein Flüchtlingsheim, in dem ich im letzten Semester schon ein Fotoprojekt machen wollte um zu zeigen, wer dort lebt und das das auch einfach nur Menschen sind.
    Leider hat sich der Heimleiter nach tausenden Anfragen immer noch nicht gemeldet…
    Eine Studienkollegin von mir ist sehr aktiv in der Flüchtlingshilfe und sie appelliert an jeden, einfach mal vorbei zu gehen am Flüchtlingsheim oder sich einer kleinen Hilfsgruppe anzuschließen.
    Behördengänge und Anträge ausfüllen, dabei wird geholfen oder einfach Deutsch lernen.
    Liebe spenden!!

    Ich liebe Deutschland, weil es meine Heimat ist, aber momentan frage ich mich, ob ich das Land, indem Flüchtlingsheime von Menschen angezündet werden, die gegen Menschen sind, als meine Heimat betiteln möchte.

    Liebe Kathrin, dein Text hat mir Tränen in den Augen bereitet.
    Weil ich mich oft hilflos fühle und noch viel mehr machen will und auch kann.

    ich wünsche dir einen schönen Tag und hoffe darauf, dass sie Flüchtlinge irgendwann ihren Frieden finden.

    Liebst Anne

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